Freitag, 16. Juli 2010

338 Tage später...

Meine letzte Woche in Cambridge war, wie der Rest des letzten Jahres, richtig schön. Am Sonntag haben wir noch einen letzten Family Day verbracht mit einem leckeren Picknick und Wasserspiele im Garten. Montag wurde dann nachmittags angefangen Koffer zu packen, was sich als etwas frustrierend herausstellte, da einfach nichts passen wollte. Dienstag ging es noch ein letztes Mal zu den Fieldhouse's (Bines Familie) um sich zu verabschieden und Mittwoch war Binchen erst bei mir, um mir beim endgültigem Packen zu helfen (Danke Bine, du hast es zu etwas lustigem gemacht und anstatt in Tränen auszubrechen, konnte ich teils vor Lachen nicht mehr aufrecht stehen. Sorry, that I can't help you :( !) , nachmittags wurde Toy Story 2 geguckt (hatte sich Jess gewünscht) und abends habe ich ihnen mein erstes Geschenk überreicht, ein Fotobuch - "It's probably one of the best presents I've ever got!" Genau das wollte ich erreichen, hat ja auch genug Zeit und late nights in Anspruch genommen :P
Ja, und Donnestag hieß es dann Sports Day an Jessicas Schule, Konto kündigen und auf zum Flughafen. Die Fahrt zum Flughafen war eigentlich voll schön. Alle hatten gute Laune, Jess' Zeugnis wurde vorgelesen und jeder durfte sich ein Lied wünschen. So richtig realisiert, weswegen wir auf dem Weg zum Flughafen sind, hat denk ich keiner von uns. Erst als mein Koffer abgegeben wurde und es Zeit für mich war durch die Security zu gehen, stand Jess voll in Panik da und meinte: "But, I don't want Kim to go!" Sie fing dann an zu weinen und das war auch der Beginn meiner Tränen. Aber rechtzeitig zum Landen waren alle Tränen wieder getrocknet und ich wurde von Mama, Papa, Miri und Max in Empfang genommen. Die Friederike kam auch noch kurz vorbei :D Danke euch! You made my day!

So, und nun bin ich wieder hier. Berlin bzw. Deutschland hat mich zurück. 11 Monate, 338 Tage, 8112 Stunden, 486720 Minuten und 29203200 Sekunden nach meinem Flug nach London Stansted sitze ich hier auf meinem Bett und versuche zu begreifen, dass es nicht wieder zurück geht.

Ich hatte ein wunderschönes Jahr. Ein Jahr mit aufregenden, lustigen und auch traurigen Momenten. Ein Jahr mit tollen Erfahrungen. Und ein Jahr mit großartigen Menschen.
Ich habe eine Familie kennen gelernt, ohne die ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen kann. Sie wird immer ein Teil meines Lebens sein, ganz egal ob England oder Amerika. Ich habe sie kennen und lieben gelernt und hätte nie gedacht, dass ich mich auch woanders, als hier in Berlin, wie zu Hause fühlen kann. Ich vermisse sie jetzt schon und der Abschied war alles andere als leicht, aber wie Sally meinte, it's not a goodbye forever! Ich werde sie besuchen, auch wenn ich dafür jetzt nicht mehr nur 1 1/2 Stunden fliegen muss, sondern so um die 8 und auch nicht mehr nur 80€ zahlen muss, sondern wahrscheinlich so das siebenfache, wenn nicht sogar mehr.

Bis dahin heißt es allerdings: let's get organised! Jetzt steht mein eigenes Leben wieder an erster Stelle und ich sollte versuchen, das beste draus zu machen! Aber mit eurer Unterstützung, die ich auch während des letzten Jahres spürte, dürfte das nicht all zu schwer sein. Ihr seid die besten und auch wenn ich sicher in den nächsten Wochen noch etwas traurig sein werde, sollt ihr wissen, dass das defintiv nicht an euch liegt oder der Tatsache, dass ich wieder in Berlin bin. Ich liebe die Stadt und euch, aber ein Teil meines Lebens is gone missing und es wird noch etwas dauern, bis ich das akzeptieren kann.

So, nun heißt es goodbye "Kim in Cambridge". Abenteuer Au Pair ist vorbei und ein neues beginnt.

Danke für alles! xxx

1 Kommentar: